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LeoLab – Unsere Schule braucht ein Fundament!

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Was ist das LeoLab?

Du bist gerade hier gelandet (z.B. durch einen Link bei Twitter@Wagner_Jonas) und weißt noch gar nicht, was das „LeoLab“ eigentlich sein soll? Dann solltest du dir meine Projektvorstellung zunächst durchlesen!

Hier habe ich das Projekt vorgestellt!(Hier klicken)  

Mit dem Fundament fängt alles an...!

In den vergangenen Wochen haben wir angefangen, unsere neue „kleine Schule“ innerhalb der „großen Schule“ zu planen! Doch wo fängt man da an? Welche der Hunderte wenn nicht gar Tausende der zu treffenden Entscheidungen sollen wir zuerst angehen? 
Wir haben für uns beschlossen: In der Vergangenheit hat stets die Struktur die Pädagogik maßgeblich bestimmt. Bei diesem Projekt soll es anders sein – die pädagogische Idee steht über allem – die Struktur soll sich an diese Idee anpassen.

Diese pädagogische Idee muss das Fundament unserer Schule werden – und nur um diese kümmern wir uns zunächst!

Ein Team wird nicht von alleine zu einem Team!

Doch für dieses Fundament braucht es eine gemeinsame Vision. Ein gemeinsames Ziel – eine klare Agenda! Doch wir acht Menschen, die dieses Fundament nun bauen wollen, sind zum Start dieses Projektes noch lange kein Team! 

Manche kennen und schätzen sich schon viele Jahre. Andere kennen sich nur vom Sehen! Manche entdecken direkt Ähnlichkeiten bei der Art der Arbeitsweisen, andere eklatante Unterschiede! Manche bemerken direkt Sympathien füreinander, andere sind on Verhaltensweisen von anderen genervt. Die Art der Sprache unterscheidet sich, die Art zu diskutieren, ebenso – wir alle haben unsere ganz individuellen Sichtweisen auf Schule, auf die Art und Weise, wie wir als Team zusammenarbeiten sollten, auf unsere eigene Rolle in diesem Team. Wir alle haben Eigenheiten, die manche schätzen, andere stören.

Und so wird sehr schnell klar: Das gemeinsame Ziel der kleinen Schule in der großen Schule macht uns acht Menschen noch lange nicht zu einem Team! Aber wenn wir in einem knappen Jahr eine Schule aus dem Boden stampfen wollen, dann müssen wir schnell eines werden. Ein verdammt gutes Team!

Teambuilding - und eine gemeinsame Vision!

Also entschieden wir uns bei unserem „Kickoff-Meeting“ (ein schönes Essen in einem indischen Restaurant, welches wir nutzten,  uns zum ersten Mal in lockerer Atmosphäre auszutauschen), dazu, uns drei Tage aus dem normalen Schulalltag „rauszuziehen“. Drei Tage wollten wir intensiv an unserem Projekt arbeiten.

Und wenn wir sagen: „An unserem Projekt arbeiten“, dann meinen wir zunächst einmal: Wir wollen uns als Team finden. 

In den drei Tagen lernten wir uns also als Menschen kennen:

Wie ticken die anderen? Warum sind sie so, wie sie sind? Was hat sie dazu bewegt, bei diesem Projekt mitzumachen? Wie war ihre eigene Schulzeit? Warum sind die Lehrkräfte geworden? Was stört sie am aktuellen Schulsystem? Welche Vorstellungen haben sie von einer „idealen“ Schule? Welche Werte an dieser neuen Schule sind für sie nicht verhandelbar? Welche Sorgen und Bedenken haben sie? Und welche Stärken und Fähigkeiten bringen sie ein?

Input und Diskussionen!

Natürlich waren die drei Tage nicht „nur“ zum gemeinsamen Austausch da! Wir holten uns Input zu drei Schulen, die jeweils einige von uns bereits besucht hatten: Die Agora Schule in Roermond, die Richtsberg-Gesamtschule in Marburg und die OBS Berenbostel  in Garbsen. Und wir diskutierten: 

Was an diesen Konzepten schätzt jeder Einzelne? Was finden Einzelne unmöglich? Was könnte man in Betracht ziehen? Was würde zu unserer Schule passen?

Das Fundament entsteht!

Und so waren wir, ehe wir uns versahen, mittendrin. Mittendrin unser „Fundament“ zu gestalten. Denn nachdem wir uns zunächst einmal kennengelernt hatten, nachdem wir ein wenig verstehen konnten, wie alle an diesem großen Tisch „ticken“, da konnten wir über diese Aspekte zielführend diskutieren. Und auf einmal ging es um die ganz großen und wichtigen Werte…

Soll jahrgangsübergreifend gearbeitet werden? Soll es Noten geben? Soll in Fächern oder in Projekten gearbeitet werden? Wie soll das Lernen strukturiert sein? Und wer strukturiert das überhaupt?…

Über viele Aspekte waren wir uns sofort einig. Über andere haben wir lange gestritten. Manche „Kleinigkeit“ haben wir bis ins Detail ausdiskutiert. 

Und wenngleich wir dabei an einigen Stellen auch durchaus waschechte Konflikte ausgetragen haben, merkten wir insbesondere eines:

Wir streiten zwar über einige Begriffe, über Schwerpunktsetzungen und über Details. Aber das „große Ganze“ – da sind wir acht uns bis auf ganz wenige Punkte bereits sehr einig.

Das „Fundament“ unserer Schule steht im Grunde schon.

Ausblick

Über den „Input“ (also über die drei Schulkonzepte: Der  Agora Schule in Roermond, der Richtsberg-Gesamtschule in Marburg und der OBS Berenbostel  in Garbsen) kann ich euch gerne noch einmal näheres berichten, sofern ihr daran Interesse habt.

Für uns als Team wird es jetzt immer konkreter: 

Das Fundament steht – nun gilt es die Details zu klären und dann die „Stützpfeiler“ unserer Schule anzugehen: Die Lerninhalte, die Lernangebote und die Architektur und das Design.

Das sind große Punkte – und immer weniger Zeit. Aber wir werden immer mehr zu eben diesem Team, was diese Herausforderungen meistern kann!

Jonas

Gymnasiallehrer an einer IGS, Interesse an digitaler Unterrichtsentwicklung & Mathematikdidaktik. Vater und Hobby-Läufer